19.06.2004
M I D
Motorrad Initiative Deutschland e.V.
Wir möchten kritisch diesen Verein bzw. Verband betrachten auf sachlicher Basis mit anschließenden Kommentaren und einer Stellungnahme von uns. Unser Motto: Farbe bekennen!
Fakten
Dieser Verein wurde am 23.11.1997 gegründet und am 3. August 1998 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Duisburg eingetragen unter der Nummer 3728.
Zweck
Zweck des Vereins ist die Unfallverhütung, insbesondere durch Beratung der gesetzgebenden Gremien und Aufklärung der Öffentlichkeit durch Informationsveranstaltungen im Wege der Wahrnehmung überörtlicher Interessen.
Mitglieder
- Biker Union e.V - 4.200 Mitglieder
- Bikers Cooperation e.V. - ca. 500 Mitglieder
- Verband Christlicher Motorradfahrer e.V. - 160 Mitglieder
- Interessensgemeinschaft Gespannfahrer e.V. - geschätzt: 100 Mitglieder
- Husumer Extravaganten - geschätzt: 20 Mitglieder
Projekte
- Euro-Demo am 6. August 1998
- Status: abgeschlossen
- Erfolge: keine
- Fakten: Schulden in 6 stelliger Höhe wegen zu geringer Teilnehmer. Austritt des BVDM und IGG (Wiedereintritt im Jahr 2001)
- Vorbeifahren an Kolonnen
- Status: abgeschlossen
- Aktion Beginn/Ende: geplannt Ende 2002 / Anfang 2003
- Erfolge: keine (nichts bekannt, auch nicht über die Zahl an Unterschriften)
- Bitumen
- Status: offen ?
- Aktion Beginn/Ende: nicht bekannt
- Erfolge: keine (nichts bekannt, auch nicht über die derzeitige Zahl an Unterschriften)
Öffentlichkeitsarbeit
Jährlich stattfindendes Hambacher Bikerfest mit einer Demonstrationsfahrt zum nahegelegenen Elmsteiner Tal. Traditionsgemäß sind mittlerweile die Reden der M I D und seit dem 3. Hambacher Bikerfest auch die Grußworte der einzelnen Vertreter der jeweiligen Vereine, die sich in der M I D zusammengeschlossen haben. Auf dieser Veranstaltung wird die motorradfreundlichste Stadt Deutschlands bekanntgegeben. 2002 wurde keine gefunden laut 4. Rede der M I D von Rolf Frieling, 1. Vorsitzender der M I D seit Gründung und gleichzeitig 1. Vorsitzender der Biker Union seit 1997.
Kommentar
Sicherheit ?
Auf der WebSite der M I D unter der Rubrik "Über uns" wird noch immer die Ummantelung der Stützpfosten gefordert, obwohl seit 1998 vom Landesbetrieb für Straßenbau in der Niederlassung Euskirchen das gleichnahmige Modell entwickelt wurde. Die Ummantelung schützt nachweislich nur bis maximal 35 km/h ! Außerdem verwittert diese Ummantelung nach ca. 2 bis 3 Jahren, besonders im Winter aufgrund von Streusalz.
Warum bis heute, seit Beginn der Gründung vor über 7 Jahren, dieser wissentlich falsche Sachverhalt immer noch auf der WebSite zu finden ist, bleibt fragwürdig, wie diese ganze Organisation auch, denn gerade sie sind es doch, die "..durch Mitarbeit in Gremien, Bündnissen und Verbänden aktiv sind".
Unterfahrschutz ?
Im Kölner Express am 03. Mai 2004 gab es einen Artikel aufgrund eines Unfalles eines Motorradfahres an einer Leitplanke, die dieser überlebt hat. Hier wird der M I D - Vorsitzende, Rolf Frieling, mit folgenden Worten zitiert:
"In gefährlichen Kurven, die jeder vernünftige Kradfahrer ohnehin langsamer nimmt, ist der aufwändige Leitplankenschutz nicht nötig. Auf die geraden Strecken kommt es an. Da brächte das »Euskirchener Modell« Erfolg, würde die Todesrate drastisch abnehmen"
Im Forum von MEHRSi e.V. (Beitrag von Jo am 18.05.2004 unter Das MEHRSi-Forum), als diese Meldung vom Express dort bekanntgemacht wurde, anwortete Rolf Frieling lapidar, dass natürlich dieses Zitat falsch sei. Dabei sollte gerade Rolf Frieling, Unternehmensberater von Beruf, sich die peinliche Frage gefallen lassen, warum es bis heute keine Gegenstellungnahme seitens der M I D gegeben hat, um den Sachverhalt aufzuklären. Diesbezügliche Frage im Forum ließ der Vorsitzende unbeantwortet !
Warum M I D ?
Auf der WebSite wird der Versuch unternommen, warum gerade dieser Verein seine Berechtigung hat bzw. wo der Vorteil bestünde im Gegensatz zu anderen überregionalen Interessenvertretungen.
"Die M I D tritt als Veranstalter von Aktionen auf, die für jede der einzelnen Organisationen zu groß wären".
Diese Aussage ist gerade zu lächerlich, wenn man bedenkt, wieviele Biker die Mitbegründerin, die Biker Union, jährlich in Schleiz auf sich zieht im Gegensatz zum Hambacher Bikerfest. Aber wo sind hier die politischen Aktionen ?
Informationen ?
So wenig wie über die wirklichen politischen Aktionen auf ihren sogenannten Veranstaltungen zu finden sind, so wird dies auch in äußerst unprofessionaler Art und Weise weitergeführt auf ihrer Informationsplattform, ihrem Internetauftritt. So merkte schon Ursuala Sch. an, die damalige Webmasterin bis zum 17. März 2001, über den mangelnden Informationsfluss von dem Verein zu ihr.
Ebenso erfährt der Besucher dieser Seiten nichts darüber, in welchen Gremien, Bündnissen oder Verbänden der Verein ist, noch worüber aktuell diskutiert und gearbeitet wird. Auch mögliche Ergebnisse solcher Lobbyarbeit wird sich ebenfalls darüber ausgeschwiegen. Vielleicht sollten diese Informationen nur den Mitgliedern der einzelnen Organisationen bekanntgegeben werden in deren Mitgliederversammlungen ?
Mittelverwendung ?
Intressant wäre auch der Aspekt der Verwendung der einzelnen Mittel der zufliessenden Gelder von den zugehörigen Organisationen, wie bsp. der Biker Union. Im Forum der Biker Union wurde berichtet, dass die letzte Rate zur Tilgung aller Verbindlichkeiten aus dem Desaster der Euro Demo 1998 gezahlt wurde. Über die Höhe wurde hier wohlweislich stillschweigen bewahrt, um eine weitere Unruhe bei der Biker Union zu verhindern.
Fazit
In keinster Weise hat die M I D ihre Berechtigung seit ihrer Gründung von 1998 bewiesen. So schafft es ein Verein wie MEHRSi e.V. sich aktiv für die Sicherheit der Biker einzusetzen, welches eigentlich der Zweck laut Satzung der M I D wäre.
Stattdessen wird immer wieder über deren Vorsitzenden in monotoner Art und Weise darüber geredet, das Rad nicht neu zu erfinden. Das gleicht einem Angriff gerade eben dieser existierenden Neugründungen solcher Vereine hin, die aber im Gegensatz zu ihnen selbst, bessere, weil effizentere und erfolgreichere, Arbeit leisten und nebenbei dies in der Art ihrer Professionalität weit über dem machen, als es bisher vergleichbare Organisationen geschafft haben.
