Brotherhood of BikersRockers & Outlaws

Artikel

15.06.2000

Wie alles begann

Im Herbst 1999 auf der Hauptversammlung (HV) in Wieda der Biker Union e.V. (BU) war ich, Andreas Zech, als damaliges Mitglied dabei. Der Grund war aber, dass ich einiges klarstellen wollte: Nachdem ich als Wiederholungstäter mich für die BU aktiv einbrachte, wurde ich etwas rüde zurückgepfiffen. Diesmal habe ich keine Plakate verteilt, auch nicht wieder in einer nächtlichen Aktion alle möglichen Radio- und Fernsehsender gefaxt um Aufmerksamkeit für eine Sternfahrt zu erzeugen, nein, diesmal war es nur eine simple eMail, die ich dem Vorsitzenden Rolf von der BU in Kopie zusandte. In dieser eMail schrieb ich an einen schweizer Club, wonach ich versuchte für eine Idee zu werben, die BU zu vergrößern, damit bei einer nächsten Sternfahrt die Teilnehmerzahl wächst und die Route vielleicht auch erweitert stattfinden könnte. Wie immer, tat ich dies als einfaches Mitglied, ohne Amt und Würden und völlig unaufgefordert, wo doch damals noch gejammert wurde, immer nur die selben Mitglieder seien aktiv tätig. Die öffentliche Antwort in Form eines Leserbriefes von Rolf in der BN auf wiederum meinen, brach bei mir die blanke Wut aus, da hier Unwahrheiten wiedergegeben wurden.

Was ich aber dann erlebte auf der HV, läßt sich nicht so einfach in Worte fassen, dass sollte jeder selber erlebt haben. Ich war und bin der Meinung, dass Leute nichts auf dem Rednerpult zu suchen haben, die nicht wirklich was mitzuteilen haben und nicht alte "Kammellen" stereotyp wiederkäuernd von sich geben, die schon zum x-ten Mal in dem Vereinsmagazin nachzulesen waren oder dies auf den von der BN zur Verfügung gestellten Seiten lang und breit kundgetan wurde. Dafür fuhr ich über 400km und ließ teuren Sprit durch meine Auspuffrohre raus. Die Wut schwoll mächtig an.

Nach Gesprächen mit Doc Bauman, bei dem ich ein wenig meine Wut raus lies über diesen Verein, schlug er vor, doch für den Vorstand zu kandidieren. Damals sagte ich sofort: nicht mit diesem Team! Daraus entstand in letzter Konsequenz zu Ende gedacht auf der Rückfahrt einen eigenen Verein zu gründen. Wer sich mit der Polizei rumärgert wegen Fahren ohne Helm, wegen Umbauten an seinem Bike mit dem TÜV Stress hat, der will mehr, als nur schöne Phrasen auf der Webseite, auf gedruckten Papieren zu lesen, sondern will wissen, wie geht es denn nun weiter. Was wird denn nun unternommen, um dies oder das gezielt zu erreichen. Stattdessen las ich in den Protokollen der Vorstandsitzungen immer wieder, dass über die Höhe der Reisekosten diskutiert wurde. Viel Wichtigeres und Aufregenderes fand ich nicht.

Wenn ich dann lese auf der HV in einem Strategiepapier, die BU als Schlichter in Streitfragen unter den Clubs als Ansprechpartner ihre Dienste anzubieten, die Nähe zu den Clubs zu suchen, wo ich doch von einigen ganz andere Töne während der Sternfahrt 1997 vernahm, die dann später sich im Vorstand befanden, frage ich mich ernsthaft nach der Glaubwürdigkeit von solchen Aussagen. Meinem Verständnis nach sollte der Vorstand Aussagen und Ziele nicht nur irgendwie propagieren, er und seine Mannschaft, sondern dies aus einer inneren Überzeugung heraus tun. Aber wie, wenn dieser - Rolf - weder einen Club von innen erlebt hat als Member, noch es schafft mit den anderen auf einem Zeltplatz statt in einer Pension zu schlafen, noch von Umbauten und dessen (TÜV-)Probleme eine Ahnung hat, da ihm sein Motorrad von der Stange voll ausreicht, von den Satteltaschen einmal abgesehen.

Sollte es hier gar nur um Vereins-Posten gehen?

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